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Ratenkredite sind etwas günstiger geworden

10.02.2011 - Ratenkredite sind etwas günstiger geworden

Der Blick auf die Zinsentwicklung in den vergangenen Monaten ist für Anleger wenig erfreulich. Kreditnehmer hingen profitieren von durchaus günstigen Konditionen. Die Finanzberatung Max Herbst mit Sitz in Frankfurt hat die Zinskurve nachgezeichnet und kommt zu dem Ergebnis, dass Ratenkredite mit einer Laufzeit von bis zu 36 Monaten um 0,4 Prozent günstiger geworden sind. Im Schnitt verlangen Banken für ein solches Darlehen 7,1 Prozent. Handelt es sich um Verträge mit einer Laufzeit von 60 Monaten, haben sich die Darlehenszinsen bei rund 7,63 Prozent eingependelt. Vorher mussten Kreditnehmer rund acht Prozent bezahlen.

Große Spanne von bis zu neun Prozent

Diese Durchschnittswerte können jedoch immer nur ein Anhaltspunkt sein. Die Spanne von günstig zu teuer ist in den zurückliegenden sechs Monaten nicht wirklich kleiner geworden. Sie beträgt nach wie vor bis zu neun Prozent. Konkret: Im günstigsten Fall erhielten Verbraucher das gewünschte Darlehen zu 4,77 Prozent. Der teuerste Anbieter verlangte 12,34 Prozent bei einer Laufzeit von 36 Monaten und 13,49 Prozent bei einem Darlehensvertrag über fünf Jahre. Hochgerechnet ergibt sich daraus Ersparnis von bis zu 1.800 Euro, so der Inhaber der Finanzberatung, Max Herbst. Für Verbraucher heißt das, sie müssen vergleichen, um einen wirklich günstigen Kredit zu finden.

Vorsicht vor Schaufenster-Konditionen

Vorsichtig sollten Interessenten sein, wenn nach wie vor mit Schaufenster-Konditionen geworben wird. Zwar wurde diesem Vorgehen 2010 mit der Verbraucherkreditrichtlinie das Wasser weitgehend abgegraben. Online finden sich solche Angebote, insbesondere für bonitätsabhängige Kredite, laut FMH aber immer noch. Welche Bedingungen für zwei Drittel aller Kunden gelten, würden dann kurzerhand in einer Fußnote versteckt. Interessanter und oft auch günstiger seien bonitätsunabhängige Darlehen.

Dispositionszinsen weiterhin zu hoch

Zusätzlich zu den reinen Ratenkrediten hat sich die Finanzberatung FMH auch mit dem Dispositionskredit befasst. Im Schnitt verlangen Banken für die Überziehung des Kontos 11,2 Prozent im Jahr. Basis für diese Berechnung waren die Zinssätze von 60 Unternehmen. Die Unterschiede sind auch in diesem Bereich enorm. Bei zehn Banken bewegen sich die Dispositionszinsen unterhalb der Zehnprozentmarke. Auf der anderen Seite gibt es Banken, die deutlich über 13,00 Prozent liegen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bezeichnet diese Werte als „unverschämt“ hoch. Die Kreditinstitute ihrerseits sehen den Grund für die hohen Zinsen in den Kosten, weil das Kapital flexibel bereitgehalten werden müsse.

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