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Studiendarlehen mit gravierenden Konditions-Unterschieden

17.08.2010 - Studiendarlehen mit gravierenden Konditions-Unterschieden

Immer wieder wird von Verbraucherschützern kritisiert, dass die Lebenshaltungskosten in den vergangenen Jahren gestiegen seien, während bei den durchschnittlichen Einkommen die erforderlichen Verbesserungen ausbleiben. Was auf das Leben des Normalverbrauchers zutrifft, macht sich aber bei einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe noch stärker bemerkbar. Gemeint sind die Studierenden im Lande. Immer häufiger ist es den angehenden Akademikern überhaupt nur möglich, alle anfallenden monatlichen Kosten abzudecken, indem sie sich für den Abschluss eines Studiendarlehens entscheiden. Denn in Zeiten von Studiengebühren und steigenden Anforderungen im Rahmen der inzwischen nicht mehr ganz so neuen Bachelor- und Masterstudiengänge fehlt vielen Studierenden einfach die Zeit für einen Nebenjob.

Grundsätzlich halten viele Experten die Studienkredite für einen guten Ansatz, über den sich bildungshungrige junge Menschen den Traum vom Universitätsabschluss erfüllen können, wenn BAföG -Leistungen und finanzielle Unterstützungen durch die Eltern nicht ausreichen, um das Studium zu finanzieren. In der Septemberausgabe des Magazins „Finanztest“ weisen die Experten der Stiftung Warentest nun aber darauf hin, dass nicht jeder Studienkredit im gleichen Maße empfehlenswert ist. Vielmehr lautet der eindeutige Tipp der Finanzprofis: Auch bei Studiendarlehen sollte niemals auf einen ausführlichen Vergleich der verschiedenen Produkte auf dem Markt verzichtet werden.

KfW Darlehen besonders preiswert

Insgesamt nahmen die Experten in ihrem Test Angebote von 42 Unternehmen unter die Lupe. Mit dem überraschenden Ergebnis, dass es doch deutliche Differenzen bei den Konditionen gibt. Ausgerechnet die Deutsche Bank – bekannt als regelmäßiger Sieger im Vergleich von anderen Darlehensmodellen – präsentiert sich im Abgleich der Stiftung Warentest als Anbieter des teuersten Studiendarlehens. Besonders günstige Aussichten bieten sich den studentischen Antragstellern in Form des Studienkredites der staatlichen KfW. Als Problem erweist sich im Vergleich zudem die Tatsache, dass die genauen Konditionen häufig nicht auf den ersten Blick erkennbar seien. Die erhoffte Transparenz bleibt also auch in diesem Bereich allzu oft auf der Strecke.

Die Zinsunterschiede sind in der Tat erheblich. Will ein Kreditnehmer mit seinem Studiendarlehen beispielsweise die Dauer eines dreijährigen BA-Studiums überbrücken und zu diesem Zwecke pro Monat eine Summe von 300 Euro erhalten, können die jährlichen Zinssätze zwischen 3,73 Prozent bei der KfW und stolzen 7,73 Prozent bei der Deutschen Bank variieren. Während die Gesamtkosten im ersten Fall bei 13.400 Euro liegen, kostet das vergleichbare Darlehen die studentischen Deutsche Bank-Kunden bereits 16.700 Euro am Ende der siebenjährigen Rückzahlungs-Phase. Um ein KfW-Darlehen zu erhalten, können sich Studierende an jede Bank wenden, die dann als Vermittler in Erscheinung tritt.

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