Risiko-Lebensversicherung
Bei der Risiko-Lebensversicherung können Sie Ihre Angehörigen finanziell absichern, falls Sie versterben. Speziell für den Haupternährer einer Familie ist die Versicherung sehr sinnvoll. Denn die gesetzliche Witwen- und Witwerrente durch die Rentenversicherung besitzt nur noch ein geringes Niveau. Eine finanzielle Unabhängigkeit wird für die Hinterbliebenen dadurch nicht garantiert. Zudem wird sie nur gezahlt, wenn die verstorbene Person wenigstens für fünf Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt und die Ehe wiederum 1 Jahr bestanden hat. Somit fallen unverheiratete Partner aus dieser Absicherung sogar komplett heraus.
Was leistet die Risiko-Lebensversicherung?
Um die Versorgungslücke beim Versterben des Haupternährers zu schließen, die sich durch die erwähnte geringe Auszahlung durch die Rentenversicherung ergibt, zahlt die Risiko-Lebensversicherung eine zusätzliche monatliche Rente aus. Zu beachten ist, dass die Versicherung aber nur den Todesfall des Versicherten abdeckt. Hierdurch fallen aber auch die Beiträge, die Sie entrichten müssen, sehr gering aus. Die Versicherung kann zudem auch abgeschlossen werden, um finanzielle Verbindlichkeiten durch einen laufenden Kredit abzusichern.
Tipps zur Auswahl einer Risiko-Lebensversicherung
1. Achten Sie auf eine individuelle Vertragslaufzeit. Dadurch können Sie selbst genau bestimmen, wie lang die Versicherung laufen soll. Beispielsweise können Sie die Risiko-Lebensversicherung bis zum Erreichen des Renteneintritts abschließen oder bis zum Laufzeitende eines Kredits.
2. Vergleichen Sie die Angebote auch daraufhin, ob ein Familienbonus gewährt wird. Dieser Rabatt senkt die Beiträge und sollte auch für beispielsweise 1 Jahr rückwirkend beantragt werden können. In der Praxis ist der Bonus aber an bestimmte Vorgaben gekoppelt, beispielsweise muss mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt leben und eine Ehe oder Lebenspartnerschaft vorliegen.
3. Wichtig ist auch, dass der Anbieter flexibel ist, wenn Sie die Höhe der Absicherungssumme anheben möchten. Dies macht beispielsweise nach der Geburt eines Kindes Sinn oder bei der Aufnahme eines Kredits.
4. Ratsam ist ferner, dass die Risiko-Lebensversicherung bis zu einer bestimmten Laufzeitfrist, beispielhaft bis 10 Jahre nach Vertragsbeginn, in eine Kapital-Lebensversicherung umgewandelt werden kann.
Unterschiede zur Kapital-Lebensversicherung
Neben der Risiko-Lebensversicherung gibt es als zweites Modell auch die Kapital-Lebensversicherung. Der Unterschied zur Risiko-Lebensversicherung liegt darin, dass diese Versicherung nicht nur im Todesfall zur Auszahlung kommt, sondern auch als Altersvorsorge genutzt werden kann. So erhalten Sie bei der Kapital-Lebensversicherung nach Vertragsablauf eine Auszahlung der Versicherungssumme. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Erlebensfall. Neben der Versicherungssumme erhalten Sie eventuell auch eine Überschussbeteiligung durch die Versicherung. Diese kann sich beispielsweise ergeben, wenn die Kapitalanlagen einen höheren Ertrag erreichen, als ursprünglich von der Versicherung kalkuliert.